Unterricht - Dressur

Dressurreiten zählt zu den erfolgreichsten Disziplinen im Pferdesport. Ziel jeder reiterlichen Ausbildung ist die Harmonie zwischen Reiter und Pferd.

Dressurreiten ist mehr als das Absolvieren und Präsentieren von Lektionen und Figuren. Diese Übungen zielen darauf, das Pferd gymnastisch auszubilden und es zu erziehen. Mit Hilfe der Dressur erreicht der Reiter, dass sein Pferd gehorsam auf seine sensibel eingesetzten Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen reagiert. Ein gut gerittenes Pferd ist die beste Voraussetzung für Sicherheit im Pferdesport.

Dressurreiten erhöht zudem die Leistungsfähigkeit des Pferdes. Im besten Sinne dient es der Gesunderhaltung des Pferdes, denn durch das Training werden die Kräfte des Pferdes gestärkt und seine Glieder gelenkig gemacht. Gleichgültig auf welche anderen reitsportlichen Disziplinen man sich spezialisiert, ohne Dressur geht es nicht. Sie ist Vorassetzung für alle pferdesportlichen Aktivitäten.

Für den Wanderreiter, der mit ausbalanciertem Sitz auf seinem Pferd bergauf und bergab reitet. Für den Distanzreiter, der zur Gesunderhaltung seines Pferdes sorgt, dass es sich für den 100-Meiler kräfteschonend in seinem natürlichen Gleichgewicht bewegt, und beim Springreiter, der die Wendungen zwischen den Sprüngen nur mit dressurmäßig gut gerittenen und gymnastizierten Pferden schafft.

Und so geht's bei uns:

Der Reitanfänger wird bei uns zuerst einmal an die Longe (einer "langen Leine") genommen, um dort den zügelunabhängigen Sitz zu erlernen. Durch regelmäßiges Üben lernt man das Gleichgewicht auf dem Pferd zu halten, denn die Fliehkräfte können im Tab oder Galopp schon mal ziemlich groß werden. Der Übungsleiter erklärt einem den korrekten Sitz und die unterschiedlichen Einwirkmöglichkeiten des Reiters.

Ganz nebenbei wird der Reitanfänger mit den "Arbeiten" Rund um das Pferd vertraut gemacht. Das Pferd muss ja erst einmal geputzt werden, die Hufe müssen ausgekratzt werden, das Pferd gesattelt und getrenst werden. Auch nach der Reitstunde muss man sein Pferd versorgen. Hufe kontrollieren, absatteln, Beine abspritzen, Fegen und vieles mehr gehört einfach immer dazu.

Sitzt man in den drei Grundgangarten (Schritt, Trab und Galopp) sicher auf dem Pferd, wechselt man in die neugegründete Minigruppe. Hier reitet man zu Zweit und lernt sein Pferd durch die Bahn auf den sogenannten Hufschlagfiguren zu "lenken".

Anschließend kommt man in die Anfängergruppe I, um dort mit drei bis vier Reitern in der Gruppe zu reiten. Um hier mitzureiten, sollte man sein Pferd schon weitgehend selber satteln können. Unter anderem deshalb sollte ein Reitanfänger in der Regel mindestens 8 Jahre alt sein.

Später kommt man in die Anfänger II Gruppe, um nach reichlich Training in die Fortgeschrittenen Gruppe wechseln zu können.

In regelmäßigen Abständen bieten wir Lehrgänge für unsere Reiter (Anfänger II und Fortgeschrittene) an, um sie noch weiter fördern zu können.